07.06.2022 0
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“

Mit hochkarätigen Solist:innen, dem Philharmonischen Orchester, einer Soulband mit Vocalstimmen und dem großen Chor des Stadttheaters trumpft A SOULFUL MESSIAH auf: eine besondere Neuinterpretation, die unter der musikalischen Gesamtleitung von Jan Hoffmann steht. Festlich-barocke Klänge des Händel-Oratoriums treffen auf kontrastierende Rhythmen aus Jazz, Spirituals, Gospel bis Reggae der Grammy-nominierten Bearbeitung „Handel‘s Messiah: A Soulful Celebration“ (1992) von Quincy Jones. Höhepunkt dieser Aufführung wird die fulminante Soul-Vertonung des Hallelujah-Chores.

Am Samstag, den 18. Juni um 20 Uhr, können Sie das Konzert in der Buderus Arena Wetzlar erleben. Chordirektor und Musikalischer Leiter Jan Hoffmann berichtet in seinem Interview weiter unten, was das Publikum bei diesem ausergewöhnlichen Konzertereignis erwartet. Hier erhalten Sie Tickets für das Konzert in Wetzlar ...

„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Jan Hoffmann (Musikalische Leitung)
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Naroa Intxausti (Sopran)
Foto © Philippe Stier
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Charlotte Quadt-Kohlhepp (Alt)
Foto © Christian Palm
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Grga Peroš (Bariton)
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Annika Klar (Vocal Soulband)
„Ein außergewöhnliches Konzertprogramm“
Louis Grote (Vocal Soulband)

Bei A SOULFUL MESSIAH wird nicht ausschließlich das berühmte Oratorium von Händel zu hören sein; worauf dürfen sich die Zuhörer:innen an diesem Abend freuen?

Jan Hoffmann: Wir werden ein Konzert erleben, in dem Ausschnitte aus dem Original-MESSIAS von Händel den Arrangements von Quincy Jones gegenübergestellt werden. Den Abschluss bildet dann ein gemeinsam musiziertes Soul-Arrangement des "Halleluja"s.

Wie kamst Du auf diese Verschneidung mit Quincy Jones‘ HANDEL‘S MESSIAH: A SOULFUL CELEBRATION für das neunte Sinfoniekonzert?

JH: Ich bin schon lange begeistert von A SOULFUL CELEBRATION. Es gab von diesem Werk in der jüngeren Vergangenheit schon etliche Aufführungen. Meine Faszination lag nun darin, gemeinsam mit den Sänger:innen und Musiker:innen eine Neuinterpretation als Crossover-Projekt zu realisieren, indem wir die beiden kontrastierenden Tonsprachen zu einem neuen Kunstwerk zusammenführen.

Quincy Jones bringt – wie der Titel schon verrät – Soul-Elemente in Händels Werk ein. Welche Rhythmen genau benutzt er und wie beeinflussen sie die Musik?

JH: Es handelt sich hauptsächlich um Funk, Soul, Jazz und Gospel-Beats. Durch die komplexe Rhythmik und die dazugehörige Reharmonisation entsteht unter Verwendung des thematischen Original-Materials eine völlig neue Klangsprache. Hierbei bleibt der thematische Bezug zu Händel aber stets erkennbar.

Dass ein amerikanischer Jazz-Musiker das Werk eines Barock-Komponisten adaptiert, ist mit Sicherheit nichts Alltägliches. Ist diese MESSIAS-Adaption von Quincy Jones in ihrer Form eine Ausnahmeerscheinung oder gibt es so etwas häufiger?
 
JH: Natürlich gibt es schon seit längerem Adaptionen von klassischer Musik, beispielsweise den Jazzpianisten Jacques Loussier mit seinem Play-Bach-Trio. Dennoch ist A SOULFUL CELEBRATION in seiner Komplexität absolut singulär.
 
Die Aufführung einer solchen Bearbeitung wirkt in einem Konzertprogramm eines Stadttheaters erst einmal ungewöhnlich. Ist dieser Eindruck gerechtfertigt oder würdest Du sagen, dass beispielsweise HANDEL‘S MESSIAH: A SOULFUL CELEBRATION recht häufig aufgeführt wird?
 
JH: Es handelt sich ohne Zweifel um ein außergewöhnliches Konzertprogramm. Nicht zuletzt deshalb, weil wir zwei Ensembles gleichzeitig auf der Bühne haben: Das klassischen Orchester mit Chor und Solisten und daneben die Band mit Solisten und Vocals. Das allein ist schon eine riesige Herausforderung und stellt somit eine ein absolut neuartiges Konzerterlebnis dar.

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