Harald Wolff

Harald Wolff
Fotograf: Niklas Richter

Harald Wolff, Chefdramaturg für alle Sparten am Theater Gießen seit Beginn der Spielzeit 2018/19, begreift Theater als Erfahrungsräume der Demokratie und der öffentlichen Verständigung einer Stadtgesellschaft. Nach seinem Studium der Germanistik und Philosophie in Göttingen bei Wilfried Barner und Assistenzen u.a. bei Werner Schroeter, Kay Voges, Marcus Lobbes, Thomas Krupa und Konstanze Lauterbach hat er einige Jahre Freies Theater gemacht und u.a. in Düsseldorf (FFT), Göttingen, Augsburg, Münster und Oberhausen inszeniert, bevor er 2007 Chefdramaturg in Neuss wurde. Es folgten Tätigkeiten als Dramaturg für alle Sparten am Staatstheater Braunschweig, als Dramaturg am LTT in Tübingen und zuletzt als Dramaturg für alle Kunstgattungen am Theater Aachen. Seit 2016 ist er außerdem regelmäßiges Mitglied der Jury des Kleist Förderpreises für junge Dramatik.
Harald Wolff ist seit 2017 Vorsitzender der Dramaturgischen Gesellschaft (dg), und hat u.a. auf nachtkritik.de im viel diskutierte Papier „Goldene Zeiten“ zur Verteidigung der Zivilgesellschaft aufgerufen. Gemeinsam mit anderen hat er außerdem die Aktion „40.000 Theatermitarbeiter treffen ihre Abgeordneten“ für einen bundesweiten Austausch zwischen Theaterschaffenden und Politikern initiiert, die 2018 mit dem neu geschaffenen Perspektivpreis des Theaterpreises DER FAUST ausgezeichnet wurde.