Maria Bader-Kubizek

Maria Bader-Kubizek

Maria Bader-Kubizek studierte Violine in Wien, Salzburg und London und wurde musikalisch besonders geprägt von Sándor Végh und Nikolaus Harnoncourt. Mit Letzterem verband sie fast drei Jahrzehnte Zusammenarbeit, sowohl in seinem Concentus Musicus Wien als auch im Chamber Orchestra of Europe, wo sie auch mit vielen anderen Weltklasse Dirigenten musikalische Projekte verwirklichen konnte. Beispielsweise Claudio Abbado, Pierre Boulez, John Eliot Gardiner, Carlo Maria Giulini, Bernhard Haitink, Thomas Hengelbrock, Yannick Nézet-Séguin, Trevor Pinnock, Sir George Solti u.a.. Als Konzertmeisterin und Solistin ist Maria seit vielen Jahren mit den unterschiedlichsten Orchestern und Formationen tätig, in jüngerer Zeit auch vermehrt als Ensembleleiterin.
So arbeitete sie z.B. mit dem Kammerorchester Basel, dem Concentus Musicus Wien, der Haydn Akademie Eisenstadt, dem Ensemble Stella Matutina, dem Zamus Ensemble Köln, der Capella Czestochoviensis für Alte Musik in Polen und dem Ensemble recreationBAROCK in Graz. Die Künstlerin war in ganz Europa, den U.S.A und Japan solistisch zu hören. Beispielsweise im goldenen Saal des Wiener Musikvereins mit sämtlichen Violinkonzerten von W. A. Mozart.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit ist Kammermusik auf Originalinstrumenten der jeweiligen Epoche. In diesem Rahmen entstanden auch mehrere CD-Einspielungen auf historisch bedeutsamen Instrumenten u.a. auf der besterhaltenen Violine des grandiosen Tiroler Geigenbauers Jacob Stainer aus dem National Music Museum in Vermillion, South Dakota, mit Werken von H. I. F. Biber zusammen mit Christophe Coin am Barockcello und der Viola da Gamba. Oder auf der Violine aus dem Besitz von Leopold Mozart aus der Instrumentensammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien mit Sonaten aus der Feder seines Sohnes Wolfgang Amadeus. Weiter erschien eine Gesamteinspielung der Klaviertrios der Geschwister Felix Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel-Mendelssohn, die bei ihrer Erscheinung 2013 zur CD des Monats auf Music Web international gekürt wurde.
Kürzlich entstand eine weitere noch nicht veröffentlichte Gesamteinspielung aller Werke für Violine und Klavier von Franz Schubert, in der Marias kongenialer Partner, Christoph Berner, auf einem außergewöhnlich schönen Hammerflügel der Gebrüder Stein aus dem Todesjahr des Komponisten 1828 spielt, der sich in der Instrumentensammlung des Wiener Musikvereines befindet.
 
In den letzten Jahren hat sich Maria mehr und mehr für die Schnittstelle von Kunst und Heilkunst interessiert und ein neues Prinzip der Klangkommunikation ins Leben gerufen, mit dem sie dazu beiträgt, einen verständnisvollen Zugang zu Kindern zu schaffen, die verbal nicht oder nur schwer erreichbar sind.