Thies Mynther

Thies Mynther, 1968 geboren, lebt seit 1991 in Hamburg und zeitweise in Berlin. Seit 1989 hat er auf über hundert Albumveröffentlichungen als Musiker, Autor und Produzent mitgewirkt. In vielen Bands wirkte er selbst als festes Mitglied mit, z.B. bei Phantom Ghost, Stella und Superpunk, arbeitete mit Miss Kittin, Chicks On Speed und Dillon und hat dabei weit über tausend Konzerte bestritten. Durch die Auseinandersetzung mit elektronischer Clubmusik, die sich immer weiter von der klassischen europäischen Funktionsharmonik emanzipierte, fand er Interesse an anderen Tonsprachen, verlor dabei aber nie das Interesse an der Verbindung von Musik und Text. Er war seit 2004 gelegentlich auch als Filmmusiker/-komponist und Sounddesigner tätig (u.a. DIE ANRUFERIN von Felix Randau und  WIE ICH EIN FREIER REISEBEGLEITER WURDE von Jan Peters). Zunehmend fasziniert von Musik in dramaturgischer Funktion und getrieben von einer lang gehegten persönlichen Obsession für das amerikanische Musiktheater wandte er sich 2009 dem Theater zu. Dabei hatte er das Glück, als Komponist, Musiker und musikalischer Leiter mit so unterschiedlichen Regisseuren wie Nicolas Stemann, Sebastian Baumgarten, Bastian Kraft, Brit Bartkowiak und Showcase Beat Le Mot zu arbeiten. Er war u.a. zu Gast am Schauspielhaus Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin, dem Hebbel am Ufer und dem Staatstheater Mainz. 2014 erschien im Rahmen von Retrospectres ein von ihm ausgearbeitetes Notenbuch mit 22 ausgewählten Kompositionen der Gruppe bei der Galerie Buchholz. 2016 erarbeitete und produzierte er im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel das Stück I KNOW IT WHEN I SEE IT eine musiktheatrale Auseinandersetzung mit Pornographie anhand der Biographie von Georgina Spelvin. 2017 arbeitete er in in Regensburg mit Mia Constantine und Josua Rösing, intensivierte die Zusammenarbeit mit Showcase Beat Le Mot und gründete mit Sandra Trostel die Produktionsfirma Fairy Bot, die sich crossmedialen, transgressiven Erzählformen verschrieben hat. Zudem gewann er einen Preis bei einem von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ausgeschriebenen Wellenfeldsynthese-Kompositionswettwerb.
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