Stefan Mickisch

Stefan Mickisch
Foto © Julia Wesely

Stefan Mickisch wurde in der bayerischen Oberpfalz geboren und machte in seiner Heimatstadt Schwandorf das Abitur. Er gewann 10 erste Preise im Wettbewerb „Jugend musiziert“ sowie internationale Klavierpreise in Athen, Madrid, Mailand und Montevideo. Seine wichtigsten Lehrer waren Erich Appel (Nürnberg), Karl-Heinz Kämmerling (Hannover), Leonid Brumberg (Wien) und Sergiu Celibidache (München, Mainz). Konzerttourneen führten ihn in fast alle europäischen Länder sowie nach Kanada, die USA, Südamerika, Australien, Neuseeland, Japan, Russland und Abu Dhabi.
Stefan Mickisch leitete 8 Jahre lang die „Robert – Schumann – Gesellschaft Bayern“, gestaltete Liederabende mit Kurt Moll, Robert Holl und Dietrich Fischer-Dieskau und schuf Mitte der 90er Jahre das früher von Glenn Gould und Leonard Bernstein gepflegte Genre des „moderierten Konzerts“ oder „Gesprächskonzerts“ („lecture recital“), das er konkurrenzlos beherrscht.
Bei den Bayreuther Festspielen hielt er von 1998 bis 2013 450 Einführungsmatinéen zu allen Musikdramen Richard Wagners, war aber auch zu Gast beim Beethovenfest Bonn, den Festspielen Baden-Baden, den Salzburger Osterfestspielen, den Richard-Strauss-Festivals in Bozen und in Garmisch-Partenkirchen, dem Gidon Kremer-Kammermusikfest in Lockenhaus, dem Wagner-Festival Wels, den Opernhäusern Köln, Bremen, Graz, Zürich u. a., dem Gasteig und dem Prinzregententheater in München, der Wiener Staats- und Volksoper, dem Wiener Konzerthaus und dem Wiener Musikverein sowie dem Musikfestival Grafenegg.
Trotz seiner intensiven Beschäftigung mit Richard Wagners Gesamtwerk hat der Künstler auch andere große Komponisten nie aus den Augen verloren. In seinem Interpretationsfeld sind besonders stark vertreten Richard Strauss und Ludwig van Beethoven, seit kurzem auch Franz Schreker und Erich Wolfgang Korngold, die wegen ihrer Qualität und ihrer durch das „Dritte Reich“ abrupt abgebrochenen Karriere ein Anliegen der Zukunft sein werden.