Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer,

In der laufenden Spielzeit werden im Großen Haus sowie auf der taT-studiobühne keine Repertoire-Vorstellungen mehr gespielt. Auch Sinfoniekonzert-Programme oder konzertante Aufführungen werden nicht mehr angeboten. Das haben nun die Gesellschafterinnen des Theaters, Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und Landrätin Anita Schneider in Absprache mit dem Land Hessen, gemeinsam mit Intendantin Cathérine Miville beschlossen. Geplant sind jedoch einzelne kleine Formate im Foyer und der taT-studiobühne im Juni.

Statt für die laufende Spielzeit einen Notspielplan zu erarbeiten, sollen nun alle Kapazitäten auf Vorproben und Vorbereitungen der Neuproduktionen konzentriert werden, um im September mit einem möglichst attraktiven Programm in die neue Spielzeit zu starten. Zusätzlich sollen Konzepte für Wiederaufnahmen kaum oder wenig gespielter Produktionen erarbeitet werden, die Aufführungen unter den gegebenen Corona-Einschränkungen möglich machen. Während für die Premieren der kommenden Spielzeit nun ästhetisch überzeugende Umsetzungen der geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen gefunden werden können, lassen sich bereits bestehende Inszenierungen kurzfristig nicht entsprechend anpassen.

Für Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz hat die Corona-Pandemie die Relevanz von Kultur, gerade auch von Staats- und Stadttheatern, unterstrichen: „Der Hunger nach Kultur ist groß.“ Landrätin Anita Schneider dankt der Intendantin und Geschäftsführerin des Stadttheaters Cathérine Miville für ihr abwägendes Vorgehen während der ungewissen und sich täglich verändernden Situation. Miville habe in den letzten Wochen stets die Abstimmung mit den verantwortlichen Stellen gesucht, auch die Beantragung von Kurzarbeit für die Theater-Mitarbeiter sei eine richtige Entscheidung gewesen. „Jetzt blicken wir nach vorne, Richtung Öffnung“, zeigt sich Schneider optimistisch. „Die angedachten kleinen Veranstaltungen im Juni sind erste Schritte in diese Richtung, Lebenszeichen sozusagen.“

Denn ganz ohne Theater und Musik wollen sich die TheatermacherInnen dennoch nicht in den Sommer verabschieden. Es ist daher geplant, kleine Formate für ein coronabedingt sehr überschaubares Publikum anzubieten. So wird beispielweise z.Zt. geprüft, ob für das Kammermusik-Abonnement noch zwei Konzerte im Foyer realisiert werden können; ebenso ist in Prüfung, ob der Soloabend ANTIGONE mit Martin Gärtner in der taT-studiobühne im Juni zur Premiere gebracht werden kann. Erfreulich wäre es zudem, wenn zum Ende der Spielzeit ein Konzert im Theaterpark angeboten werden könnte. Alle diese Themen müssen nun sehr genau überprüft und Stück für Stück entsprechende Sicherheitskonzepte entwickelt werden.

„Wir sind sehr froh, dass wir durch die Entscheidung der Gesellschafterinnen, die in Absprache mit dem Land Hessen gefällt wurde, nun eine grundsätzliche Planungssicherheit haben“, so Intendantin Miville. „Das darf aber nicht über die große Zahl an Unwägbarkeiten und unbekannten Größen hinwegtäuschen, die nach wie vor in dieser Situation sind.“


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