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Newsletter 39 – 22.06.2022
Newsletter 39 – 22.06.2022

Unsere Themen in diesem Newsletter:

GEMISCHTE TÜTE FÜR 5 MARK | ICHICHICH | ANTIGONE | KLANGWELTEN II

Liebe Freundinnen und Freunde des Stadttheaters,

zum zweiten Mal in dieser Spielzeit präsentieren sich beim EXAMENSKONZERT Studierende der HfMDK solistisch mit einem großen Orchester: Unter der Musikalischen Leitung von Martin Spahr zeigen Lena Nagai am Fagott sowie Jeongbae Ji und Jinhyeon Kim am Klavier diesen Mittwoch um 20 Uhr mit dem Philharmonischen Orchester Gießen im Großen Haus Ihr Können.

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Stadttheater Gießen

Ruppels buntgemischte Tüte

Noch einmal Poetry Slam im Großen Haus

Laut Lars Ruppel wird der letzte von ihm im Großen Haus moderierte Poetry-Slam am Dienstag nächster Woche wie eine GEMISCHTE TÜTE FÜR 5 MARK; wie damals, als man auf dem Nachhauseweg von der Schule beim kleinen Laden an der Ecke eine solche Tüte mitgenommen hat und sich von den Süßigkeiten darin überraschen ließ.

Wahllos zusammengewürfelt wird der Poetry-Slam jedoch auch nicht daherkommen: Am Dienstag, 28. Juni präsentiert Ruppel ab 19:30 Uhr im Großen Haus mit gewohnter Nonchalance gleich drei Teams, die in einem wilden Wettkampf gegeneinander antreten. Im Team Slam sind das die Slammer:innen Lucia Lucia und Artem Zolotarov, für das Team Musik die Musiker:innen Simon Slomma und Coremy, für das Team X treten Moniker vom Online-Kanal Luksan Wunder und die Science-Slammerin Janina Otto an. Alle Künstler:innen werden mit ihren Texten auf ganz unterschiedliche Weise für „kleine Überraschungen und irre Wendungen“ (Zitat Ruppel) sorgen.

 

GEMISCHTE TÜTE FÜR 5 MARK
Poetry Slam moderiert von Lars Ruppel

Dienstag, 28. Juni | 19:30 Uhr | Großes Haus | Karten

Kampf mit dem Selbst und gespaltene Persönlichkeiten

Die Solo-Abende ICHICHICH und ANTIGONE im taT

Eine Vorstellung, die von einem Darsteller allein bestritten wird, ist sowohl für den Solo-Künstler, als auch für das Publikum eine besonders intensive Erfahrung. Diesen Donnerstag können Sie David Moorbach ab 20 Uhr in der Uraufführungsinszenierung des Monologs ICHICHICH auf der taT-studiobühne erleben; im Text von Marc Becker sieht der Protagonist sich plötzlich selbst als Wachsfigur im Museum ausgestellt und beginnt, seine Persönlichkeit und den Blick seiner Mitmenschen auf ihn zu hinterfragen.
Am Sonntag zeigt Martin Gärtner (ebenfalls 20 Uhr) in der humorvollen und komplett gereimten Bearbeitung von Bodo Wartke die Tragödie von ANTIGONE, wobei er alle Rollen selbst verkörpert.


ICHICHICH
Monodrama von Marc Becker | Soloabend mit David Moorbach

auf der taT-studiobühne nur noch am Donnerstag, 23. Juni, 20 Uhr | Karten
sowie am Freitag, 8. Juli, 20 Uhr | Karten

Moorbach zelebriert die egomanische Nabelschau mit großer Wucht und viel Spaß am Exzess. Seine Parabel auf den Narzissmus unserer Zeit und die Sucht nach Berühmtheit(en) ohne wirkliche Substanz ist bitterböse entlarvend und packend anzuschauen. Der Generation Selfie hält er schonungslos den Spiegel vor. Mit Karaoke-Maschine und Laserlicht feiert Moorbach die ungeahnten Showmomente seines Protagonisten und ist doch am Ende ein ganz armer Wicht, weil er nur noch an sich und das, was die Anderen von ihm halten, denkt.

Gießener Allgemeine Zeitung

ANTIGONE
Neudichtung von Bodo Wartke, Carmen Kalisch und Sven Schütze frei nach Sophokles; mit Musik von Bodo Wartke | Soloabend mit Martin Gärtner

auf der taT-studiobühne nur noch am Sonntag, 26. Juni, 20 Uhr | Karten
sowie am Sonntag, 3. Juli, 20 Uhr | Karten

Dem vielseitigen Martin Gärtner gelingt es, dem gesamten Personal dieser berühmten Tragödie dialogisch Leben einzuhauchen. Dazu verteilt er unterschiedliche Dialekte und Akzente, von Kölsch bis Hessisch, vom Lispeln Kreons bis zum Zungenschlag eines arg bedächtigen Schweizer Gardesoldaten. Hinzu kommen jede Menge eingestreuter Gags und Sketche, die diesem Bühnensolo viel Lockerheit verleihen und gleichzeitig unterhaltsam die antike Sagenwelt einführen. Und dann ist da noch die Musik. Der Multiinstrumentalist spielt Mundharmonika, Ukulele und Klavier, hat den Blues, deutet den griechischen Sirtaki an und liefert sich irgendwann sogar selbst einen gekonnte Rap-Battle. So dampft er mit ungeheurem Tempo, enormer Vielseitigkeit und originellen inszenatorischen Ideen durch die antike Vorlage.

Gießener Anzeiger

Ohnmacht gegenüber Systemen?

Drei Fragen zu KLANGWELTEN II an Patrick Schimanski und Jörg Stelkens

Beim analog-digitalen Konzert KLANGWELTEN II am Freitag, dem 24. Juni 2022 um 20 Uhr werden die Sängerin Karola Pavone und die Musiker Patrick Schimanski, Ulrich Müller und Martin Spahr mit einer Künstlichen Intelligenz musizieren und improvisieren. Jörg Stelkens wird in München die Gießener Musik in Echtzeit bearbeiten und dem Konzert live zumischen. Online können Sie das Konzert über diesen Link live miterleben.
Im Gespräch erzählen Patrick Schimanski und Jörg Stelkens von den Herausforderungen und besonderen Gegebenheiten dieses einmaligen Konzerts.

KLANGWELTEN war ein Konzert, das im Mai 2021 stattfand – aufgrund der pandemischen Lage für das Publikum rein digital per Livestream. Dabei hast Du mit Martin Spahr und Deinem 48nord-Kollegen Ulrich Müller, der aus München zugeschaltet war, gemeinsam musiziert. KLANGWELTEN II nun klingt nach einer Steigerung; was verändert sich im Vergleich zum ersten Konzert?

Schimanski: Das erste KLANGWELTEN-Konzert fand während des Lockdowns statt, nun spielen wir für und mit Live-Publikum und streamen zusätzlich. Zudem sind wir gemeinsam mit Karola Pavone und Ulrich Müller vier Musiker:innen auf der Bühne im taT und werden diesmal den renommierten Software-Entwickler Jörg Stelkens aus München zuschalten. Thematisch beschäftigen wir uns künstlerisch mit dem Thema "Künstliche Intelligenz".

Eine Software, die vorausahnt, wie die von Euch improvisierte Musik fortgeführt werden könnte, klingt nach einer ganz besonderen Herausforderung sowohl für Euch Musiker, als auch für die Sängerin. Wie bereitet man sich auf so ein Konzert vor, bei dem gewisse Passagen scheinbar zufällig entstehen? Und braucht es eine Art Notfallplan, falls die Software in eine Richtung abbiegen sollte, die so gar nicht Euren Erwartungen entspricht?

Stelkens: Die Software mit dem vorgeschalteten Internet wird als "Blackbox" betrachtet und künstlerisch "ausgeforscht". Wir rufen in diese "Hinterbühne" hinein und hören, (ob) was zurückkommt. Das Publikum wird hier den Versuch eines vergeblichen Verstehens erleben – und mit der selben Ohnmacht gegenüber Systemen, wie wir sie alle aus dem Alltag kennen. Stellvertretend für das Publikum lassen wir uns hier auf der Bühne auf ein solches Risiko ein.

Im Anschluss an das Konzert, das diesmal ja auch direkt vor Ort im taT zu erleben sein wird, soll noch ein Gespräch mit dem Publikum stattfinden. Worum wird es dabei gehen und wer nimmt alles daran teil?

Schimanski: Zur anschließenden Diskussion wird mit Maik Romberg, dem Leiter der Stabstelle Digitalisierung an den Münchner Kammerspielen, ein zusätzlicher Gast bei uns sein. Wir werden mit ihm, den Künstler:innen und nicht zuletzt mit den Zuschauer:innen über Chancen und Gefahren der Digitalisierung, nicht nur im Kunstbetrieb, sprechen. Wir freuen uns auf interessante Gespräche!


KLANGWELTEN II
Digital-analoges Konzert im Rahmen des bundesweiten Digitaltags 2022 | im Anschluss: Diskussion

Mit: Karola Pavone (Gesang / Texte); Ulrich Müller (Elektronik), Patrick Schimanski (Drums / Elektronik), Martin Spahr (Flügel), Jörg Stelkens (Processing / Granular Synthese) und Maik Romberg (Stabstelle Digitalisierung der Münchener Kammerspiele)

auf der taT-studiobühne am Freitag, 24. Juni | 20 Uhr | Karten

www.stadttheater-giessen.de

Aktuelle Informationen zu allen Regelungen rund um Ihren Vorstellungsbesuch können Sie HIER nachlesen.

Auf unserer Website erfahren Sie alles Wissenswerte über das Stadttheater Gießen: von Neuigkeiten über Informationen zu unserer Spielzeit bis hin zu den Biographien unserer Mitarbeiter:innen oder Hinweisen zum Abonnement. Natürlich können Sie hier auch Karten und Gutscheine online kaufen, den aktuellen Spielplan aufrufen oder downloaden. Bei Fragen können Sie auch gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Folgen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und Instagram. Auf unserer bühne:digital finden Sie außerdem verschiedene Medien zu Einblicken vor, auf und hinter die Bühne.

Redaktion: Stefan Herfurth | Bilder: Daniel Regel, Katrina Friese, Rolf K. Wegst.

Stadttheater Gießen GmbH | Südanlage 1 | 35390 Gießen
Tel.: 0641 - 79 57 - 0 | Fax: 0641 - 79 57 - 80
Amtsgericht Gießen 21 HRB 95
Geschäftsführerin: Cathérine Miville
Geschäftsführender Direktor: Dr. Martin Reulecke


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