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Newsletter 4 – 22.09.2021
Newsletter 4 – 22.09.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Stadttheaters,

am kommenden Wochenende haben Sie wieder Gelegenheit, unsere Produktionen GOLD (Schauspiel am Freitag, 24.09.) und THE RAPE OF LUCRETIA (Oper am Sonntag, 26.09.) im Großen Haus zu erleben – klicken Sie einfach auf das jeweilige Datum, um zu unserem Ticketshop zu gelangen. Im taT treibt zusätzlich KÖNIG UBU (Schauspiel am Samstag, 25.09.) wieder sein Unwesen.

Bleiben Sie neugierig!

 

Ihr Stadttheater Gießen

Antiker Stoff vertanzt ins 21. Jahrhundert

Drei Fragen an Ballettdirektor Tarek Assam

Du überträgst ELEKTRA mit Deiner Compagnie in eine Tanztheater-Uraufführung auf der großen Bühne. Was waren die größten Herausforderungen bei der tänzerischen Umsetzung eines antiken Dramas?

Bei einem über 2.500 Jahre alten Mythos ist immer die Herausforderung, die verhandelten Themen und Motive aus der Gegenwart heraus zu analysieren. Es müssen Fragen, Situationen und Bilder gefunden werden, die mir als Choreograph genügend Spielraum lassen, eine für mich und für die Tänzer*innenpersönlichkeiten passende Sprache des Tanzes zu erfinden und sie im Probenprozess weiterzuentwickeln.

Die Geschichte Elektras wurde schon vielfach und auf ganz unterschiedliche Weise auf Bühnen adaptiert. Was wird das Gießener Publikum nun erwarten?

Das Publikum darf sich behutsam dem Leben einer jungen Frau nähern, deren Schicksal, zur Doppelmörderin zu werden, vorbestimmt scheint. Trotz des zeitlosen, scharfen Themas der Rache sollen virtuos-artistische Tanzszenen und die Multimedialität des Abends mit Video, Licht, Musik und Sounddesign Momente des Mitfühlens und Nachdenkens erlauben.

Wenn ein solcher Mythos im Jahr 2021 auf eine Bühne kommt, stellt sich meist die Frage nach dem Grund für die Wahl gerade dieses Stoffs ...

Es wäre schön, wenn wir bei all der Gewalt, die uns tagtäglich im Alltag oder in den Medien umgibt, die Einzelschicksale von Opfern und Tätern in Erinnerung behalten. Wenn wir uns darin üben, unser Verhältnis zu Werten, Traditionen und Konventionen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, gibt es die Chance, dass das Virus der Gewalt auf der Welt vielleicht eingedämmt wird.

 

ELEKTRA (UA)
Tanzabend von Tarek Assam | Musik von Patrick Schimanski

Uraufführung: Sa. 25.09. | 19:30 Uhr | Großes Haus
weitere Termine: So. 10.10., So. 31.10., Sa. 20.11.

Was ist Dein Himmel?

Hoch hinaus mit CAROLIN WEBER und die Flugbegleiter

Was ist der Himmel überhaupt? Wo ist der Himmel und wie komme ich dahin? Oder da rein? Oder wieder heraus? Und wie sieht’s da aus? Solche und ähnliche Fragen destillierte die Gießener Allgemeine Zeitung bereits Ende 2018 aus dem Abend CAROLIN WEBER und die Flugbegleiter heraus. Denn der Himmel ist nicht einfach nur das manchmal blaue, manchmal graue und nachts überwiegend schwarze Ding, das man sieht, wenn man nach oben guckt.

Ausgehend von Texten und Melodien so unterschiedlicher Menschen wie Stephen Hawking, Bertolt Brecht, Jimi Hendrix oder Eric Clapton nähert sich Schauspiel-Ensemblemitglied Carolin Weber nun erneut dem Himmel – so nah es geht – an. Bei diesem musikalischen und poetischen Flug voller Höhen und Tiefen begleiten sie die Musiker Philipp Lampert (Bass), Florian Neuber (Klavier), Karl-Heinz Weber (Gitarre) und Volker Seidler (Trommeln). Wer den Abend im taT (wieder) erleben möchte, kann dabei am besten herausfinden, was eine ganz persönliche Antwort auf die Frage „was ist Dein Himmel?“ individuell sein kann.

Carolin Weber hat ein sehr gutes Gefühl für die Lieder, weiß mit ihrer Stimme umzugehen und besitzt als Schauspielerin natürlich ein solides Verständnis davon, wie man was spricht. Und die Band? Sorgte für einen tadellosen Sound. (Gießener Anzeiger)

 

CAROLIN WEBER und die Flugbegleiter
Ein Abend voller Poesie und Musik

So. 26.09. | 20:00 Uhr | taT-studiobühne

Ein Dichter am Abgrund

Christian Fries blickt mit LENZ erneut in die Psyche Georg Büchners

1778: Der Mittzwanziger Jakob Lenz steckt in einer tiefen Krise. Er sucht Zuflucht bei einem pietistischen Pfarrer in den Gebirgen Ostfrankreichs. Doch statt Erholung findet er nur Verzweiflung. Sein psychischer Zustand wird immer schlimmer: Angstzustände und Wahnvorstellungen plagen ihn. Sein Besuch bleibt nicht folgenlos für die deutsche Literaturgeschichte. Der Pfarrer schreibt einen Bericht über die Ereignisse und dessen Abschrift fällt 1835 Georg Büchner in die Hände. Dessen Novellen-Fragment wiederum wird zwar erst nach seinem Tod veröffentlich, zieht aber bis heute immer wieder Leser*innen durch den einfühlsamen und gleichzeitig dokumentarischen Stil in seinen Bann.

Schauspieler und Regisseur Christian Fries (KÖNIG UBU, DIE VERWANDLUNG) trägt den gesamten Text Büchners vor, halb szenisch, halb rezitierend; so gelingt ihm – mit Klängen aus dem Kopfstück einer Blockflöte atmosphärisch untermalt – ein dichter und aufwühlender Abend über den existentiellen Schatten über Lenz' Persönlichkeit. Der Gießener Anzeiger schwärmt: Es gibt Tex­te, die wie für die Büh­ne ge­macht er­schei­nen – wenn man sie denn ein­mal ge­spro­chen er­le­ben kann. Chris­ti­an Fries zeigt nun in Gie­ßen, dass Georg Büch­ners be­rühmt­e Er­zäh­lung „Lenz“ zu die­ser Text­gat­tung ge­hört.

 

LENZ von Georg Büchner
gespielt von CHRISTIAN FRIES

Do. 23.09. und Sa. 30.10. | 20:00 Uhr | taT-studiobühne

AKTUELLE INFORMATIONEN ZU ALLEN REGELUNGEN RUND UM IHREN VORSTELLUNGSBESUCH KÖNNEN SIE HIER NACHLESEN.

www.stadttheater-giessen.de

Auf unserer Website erfahren Sie Wissenswertes zum Stadttheater Gießen: von Neuigkeiten über Informationen zu unserer Spielzeit bis hin zu den Biographien unserer MitarbeiterInnen oder Hinweisen zum Abonnement. Natürlich können Sie hier auch Karten und Gutscheine online kaufen, den aktuellen Spielplan aufrufen oder downloaden. Bei Fragen können Sie auch gerne Kontakt zu uns aufnehmen. Folgen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und Instagram. Auf unserer bühne:digital finden Sie außerdem verschiedene Beiträge rund um unsere Vorstellungen und Abteilungen.

Redaktion: Franziska Brungs, Stefan Herfurth | Bilder: Rolf K. Wegst, Marcin Przybilla, Annett Hunger (digitales Konzeptfoto ELEKTRA).

Stadttheater Gießen GmbH | Südanlage 1 | 35390 Gießen
Tel.: 0641 - 79 57 - 0 | Fax: 0641 - 79 57 - 80
Amtsgericht Gießen 21 HRB 95
Geschäftsführerin: Cathérine Miville


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