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STAND UP SLAM

moderiert von LARS RUPPEL | mit Ella Anschein (Celle), Rainer Holl (Leipzig) und Jacqueline Feldmann (Lüdenscheid)

Was unterscheidet Hazel Brugger, Felix Lobrecht, Till Reiners, Lisa Eckhart und Torsten Sträter von Mario Barth? Sie haben mal literarische Texte bei Poetry Slams vorgetragen. Von den würdevollen Dichterwettkämpfen sind schon einige Dichtende bereits auf die schiefe Bahn geraten und haben als frei vortragende Stand Up Comedians große Karriere gemacht. Sie erzählen aus ihrem und irgendwie unser aller Leben. Rhetorisch perfekt, als ob es ihnen grade einfallen würde. Sie sind wie die eine Person in der Kneipe, die am Tisch so dermaßen witzig erzählen kann, dass alle unterm Tisch liegen. Sie sind Chronisten und Fantasten. Sie sind unpolitischer als die Kabarettisten, aber relevanter als Comedians. Sie haben früher mal Gedichte geschrieben, doch was sie zu erzählen haben, sprengt jede Form. Zweierlei wird es an diesem Abend sicher nicht geben: Nichts zu lachen und Textblätter.

Lars Ruppel

 

Mit dabei sind Ella Anschein aus Celle, die mit einem bemerkenswerten Auftritt beim renommierten Kabarettpreis „Prix Pantheon“ die Gemüter selbst erfahrenster Kleinkunstkenner erhitzte. Sie ist politisch, erhebt aber keineswegs mahnend den Zeigefinger. Sie bevorzugt die Faust und das bohrende Gefühl der Selbsterkenntnis in den Köpfen des Publikums.

Rainer Holl aus Leipzig kommt hingegen kommt mit so schlechter Laune auf die Bühne, dass man allein vom Zuschauen schon besser fühlt. „Optimist auf niedrigem Niveau“ heisst das Soloprogramm des Shooting Stars der Comedy-Welt. Nachles und fühlbar wird das in seinem „Demotivationskalender“, der auf den Schreibtischen gut gelaunter Menschen nicht fehlen darf.

Jacqueline Feldmann strebte nach dem Schulabschluss zunächst eine Karriere als Hammerwerferin an, diese scheiterte doch an ihrer eher zierlichen Gestalt und ihrem quiekenden Wurfschrei. Die Wahl fiel schlussendlich auf einen Schreibtisch-Job beim Finanzamt. Als sie endlich die Urkunde „Beamtin auf Lebenszeit“ in den Händen hält, kehrt sie ihrer Arbeit den Rücken und wird Comedienne. Ihr neues Programm „Plötzlich Zukunft! Konnt´ ja keiner wissen...“ ist eine lustige Liebeserklärung an das „normale“ Leben, an verrückte Ängste der Jugend und deren Eltern, sowie der Versuch, „Youtube-Star“ als echten Beruf zu betrachten.

 

  • Sa 12.02.2022 | 19:30 Uhr | Großes Haus | Extra | Karten