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POETRY SLAM DREIKAMPF

moderiert von LARS RUPPEL | mit Leticia Wahl (Kassel), Sebastian23 (Bochum) und Philipp Herold (Heidelberg)

Die Wettkampfdichtung auf Poetry-Slams begeistert ganz Deutschland allein mit Wortkunst und Stimmkraft und alle sind zufrieden. Doch unter einer Regierung mit starkem neoliberalem Einfluss reicht das nicht mehr aus. Wir müssen uns bewegen, der Markt ist hinter uns her, andere bieten mehr und verlangen weniger. Wir haben Innovationsdruck auf der Brust, eine unsichtbare Hand hält uns fest umschlossen, wir haben Angst zu verlieren, denn wer verliert, hat sich nicht genug Mühe gegeben. Deshalb erweitern wir den Slam um zwei weitere Disziplinen: Beim Dreikampf messen sich drei Künstler:innen in den Kategorien „Text“, „Musik“ und „Freestyle“.

Lars Ruppel

Leticia Wahl (Kassel)
Da sitzt sie am Klavier und spielt und singt und man hört zu und lacht und verliert sich zwischen den Zeilen. Dann plötzlich Schlagerbeats, Sektflasche und Partystimmung . Leticia ist so vielfältig wie das Konfetti, das während ihres abendfüllenden Programms geworfen wird. Sie vereint Slam Poetry, Comedy und textreiche Musik und bleibt dabei das, was alle gerne wären und was kaum jemandem gelingt: authentisch.

Sebastian 23 (Bochum)
Gäbe es eine Enzyklopädie des Poetry-Slams, allein Sebastian 23 füllte drei Bände. Seine Verdienste um diese Kultur sind immens, seine Karriere ein wilder Ritt durch das Showbusiness mit nur einer Konstante: Er ist immer er selbst geblieben. Egal, ob er als Lyriker berührende Gedicht schreibt, als Musiker fetzige Songs ballert oder als Comedian bei TV Total auftritt: Er bleibt immer der sympathische Mann mit der Mütze aus dem Ruhrgebiet, der einfach Spaß auf der Bühne hat.

Philipp Herold (Heidelberg)
Diese Stimme! Und was sie sagt! Philipp Herold klingt weise und warm wie ein uralter Leuchtturmwärter im Dialog mit dem Meer, ist aber eigentlich ein heftiger Rapper mit Teer auf der Zunge. Sein künstlerischer Weg hat sich stark vom Poetry-Slam gelöst und tendiert zu Spoken Word im amerikanischsten Sinn: Konzentrierte Texte mit schweren Beats und molligen Akkorden. Seine Gedichtbände „Alles zu seiner Zeit“ und „Alles zu seiner zwei“ sollten in keinem Plattenregal fehlen.

 

  • So 16.01.2022 | 20:00 Uhr | Großes Haus | Extra | Karten