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DISKURS-FESTIVAL

KELVIN ATMADIBRATA - Forcing Hyacinth

In seiner Hand eine uns bekannte Plastikflasche Milch - gefüllt mit einer Flüssigkeit, die Blasen wirft. Es entstehen Hyazinth-geformte Blasen aus seinem Mund, sie wachsen, ein phallischer Schaum, ein unübliches Objekt, welches aus seinem Kiefer erwächst.

Namensgebend für den Titel dieses Projekts ist ein Held der griechischen Mythologie: Hyakinthos. Sowohl das Projekt als auch sein Namensgeber teilen die Motivation botanischen Prozesse zu erzwingen: Hyazinth-Zwiebeln erblühen außerhalb ihrer Blütezeit. Die performative Installation wird zu einer lebendigen Skulptur. Die repetitive, langsame Handlung, verhandelt Fragen der Gender-Identität des Performers und wird zugleich zu einer Bühne der Adoleszenz. Damit verweist sie auf die konfliktive Zeitlichkeit von Vergangenheit und Zukunft, die auch in never again enthalten ist.

Kelvin Atmadibrata (geb. 1988, Indonesien) belebt Supermächte, die durch Pubertäts- und Jugendfantasien geweckt wurden. Ausgestattet mit shōnen-Charakteren, kōhai-Hierarchie und Macho ero-kawaii, verkörpert er oft Macht und Stärke in kanonischen und fanfiktionalen Antihelden, um die patriarchale männliche-erotische Seite Südostasiens zu bekämpfen. Er schloss sein Studium mit einem Bachelor of Fine Art mit dem Schwerpunkt Interaktive Medien an der School of Art, Design and Media der Nanyang Technological University in Singapur ab. Derzeit hat er seinen Sitz in London, Großbritannien und absolviert den Master of Art in Contemporary Art Practice (Performance) am Royal College of Art.

      • Fr 08.11.2019 | 16:00 Uhr | taT-studiobühne | Extra